April 16th, 2008
Der Kilimanjaro
Für „richtige“ Bergsteiger, die sich gedanklich und körperlich mit der Bezwingung von Achttausendern auseinandersetzen, ist der Kilimanjaro eher ein nettes Beiwerk als ein ernst zu nehmender Gipfel- dies mag schon an seiner Höhe liegen, die weit unterhalb von achttausend Metern liegt: Die Höhe des Kilimanjaro-Massivs beträgt 5.895 Meter- abweichende Angaben gehen von 5.893 Metern aus. Das Kilimandscharo-Massiv, (auch Kilimandscharo, Kilimanjaro bzw. Mount Kilimanjaro und von 1902 bis 1918 Kaiser-Wilhelm-Spitze oder auch Wilhelmskuppe) jedoch definitiv das höchste Bergmassiv Afrikas. Er weist zwei Gipfel auf: den zerklüfteten Mawenzi (5149m) und dem flachen, eisbedeckten Kibo (5896m). Der Sattel, eine 5km weite, hoch liegende Halbwüste, trennt die beiden Gipfel voneinander.
1987 wurde die einzigartige Landschaft von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt. Der von 1885 bis 1918 zum deutschen Schutzgebiet (Kolonie Deutsch-Ostafrika) gehörende Kilimandscharo (Swahili »Berg des bösen Geistes«) war so gesehen in dieser Zeit der höchste Berg und der einzige aktive Vulkan Deutschlands.

Von den Gletschergipfeln, Geröllfeldern, Klippen und hochgelegenen alpinen Mooren geht es hinunter durch Wälder zu den kultivierten Vorgebirgen. Die Maranguroute führt langsam durch diese unterschiedlichen Zonen.
Bergsteiger beginnen im Allgemeinen den Aufstieg zur in ca. 1000 Meter Höhe gelegenen Marangu-Hut führt, ein Aufstieg durch den Regenwald an der Südflanke des Kilimanjaro. Der Weg führt über den Maundi-Krater, einem Seitenkrater des Kilimanjaro, der oberhalb des nun hier beginnenden richtigen Regenwaldes liegt.
Die eigentliche Regenwaldzone beträgt höchstens 150-200 Höhenmeter. Oberhalb des Maundi-Krater kann man den Mawenzi-Gipfel bereits sehen. Im Allgemeinen führt jede Tour zum Mawenzi-Sattel, einem Hochplateau zwischen den beiden Gipfeln von Kilimanjaro und Mawenzi, vorbei am Zebra-Rock, einer Felsformation, die aufgrund ihrer Musterung an die Färbung eines Zebras erinnert. Die letzte Station vor dem Gipfel ist der „Gillmans-Point“. Durch einen in der Nähe gelegenen Flughafen ist der Kilimanjaro- bei Touristen ein äußerst beliebtes Reiseziel- sehr gut erreichbar.