Mai 20th, 2008

Der Bernhardiner und andere Sennenhunde – fleißiger Helfer bei der Suche nach Verschütteten

Jedes Kind kennt die typische, liebenswürdige, platt gedrückte Nase der Bernhardiner. Als Retter in der Not- sogenannte Sennenhunde- sind sie weltberühmt. Bekannt wurden die Bernhardiner durch die Nutzung als Lawinenhund bei den Augustiner-Mönchen des Hospizes auf dem großen St. Bernhard in der Schweiz. Vor allem der Lawinenhund Barry soll über 40 Menschen das Leben gerettet haben. Heute ist der Bernhardiner aufgrund der Zuchtauslese für diese Aufgabe ungeeignet; er ist zu schwer und zu massig geworden. Abgelöst wurde er durch den Deutschen Schäferhund und in neuerer Zeit durch den belgischen Schäferhund. Hunde stellen bei der Lawinensuche jedoch weiterhin eine unverzichtbare Hilfe dar, da Lawinensonden und LVS-Geräte bisher nicht weit genug entwickelt sind. Heute ist der Bernhardiner ein Haus- und Begleithund.

Bernhardiner

Der Bernhardiner von heute ist nicht mehr zu den Leistungen fähig wie der Ur-Bernhardiner. Als Rettungshund ist er mittlerweile ungeeignet. Einhergehend mit dem Zuchtziel Größe und Masse und anderen züchterischen Übertreibungen können heutzutage gesundheitliche Probleme auftreten. Der Bernhardiner wird in der Regel bis zu 90 kg schwer. Neben dem Mastiff zählt der Bernhardiner zu den schwersten Hunderassen. Der Bernhardiner ist ein großer, kräftiger Hund. Trotz seiner imposanten Größe ist er jedoch sehr sensibel und hat einen zuverlässigen Charakter. Er ist sehr sanftmütig und liebevoll, sogar mit Fremden. Insgesamt ist er ein ausgeglichener, ruhiger Hund, welcher aber einen ausgeprägten Beschützerinstinkt besitzt. Sein “Dickkopf” ist arttypisch für diese Rasse.

Bereits sehr früh wurden im Kloster auf dem großen Sankt Bernhard Hunde gehalten, die die Mönche auf ihren Wegen begleiteten und ihnen sicher auch bei Schneestürmen in dieser unwirtlichen Umgebung die richtigen Pfade zeigten. Ihre angeborene Hilfsbereitschaft, ihre Instinkte und ihre Fähigkeit selbst unter schwierigsten Lebensbedingungen sich zu behaupten, prädestinierte sie, als Lawinenhunde eigenständig zu arbeiten.

Diese Aufgabe hat der heutige Bernhardiner nicht mehr. Moderne Technik verdrängte ihn aus diesem angestammten Bereich. Der Transport der Rettungshunde per Hubschrauber sorgte dafür, dass man lieber drei Hunde einer kleineren Rasse anstelle eines Bernhardiners mitnimmt. Die Fähigkeit zur Rettungsarbeit besitzt er aber immer noch.

Weitere sogenannte Sennenhunde, die bei der Bergrettung eingesetzt werden, sind der Entlebuch Sennenhund, der als guter und unbestechlicher Wachhund gilt. Dieser intelligente Hund lernt gern und schnell.
# Bewegung: Diese Hunde brauchen viel Auslauf und Beschäftigung. Sie eignen sich hervorragend für fast alle Hundesportarten und werden auch als Rettungshunde, Lawinenhunde und Fährtenhunde eingesetzt. Diese Hunde gelten als sehr ausdauernd und arbeitswillig. Sie lieben es, wenn sie gefordert werden.

Der wachsame Sennenhund

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