Januar 8th, 2008
Bergrettung in Österreich und der Schweiz
In Österreich ist der Bergrettungsdienst eine Hilfsorganisation, die in sieben Landesorganisationen unterteilt ist. Unter dem einheitliche Bergrettungsnotruf sie in ganz Österreich unter der Telefonnummer 140 zu erreichen. Auslöser für die Gründung der ersten alpinen Rettungsorganisation in Österreich und dem Vorläufer des heutigen österreichischen Bergrettungsdienstes war ein Lawinenunglück am Reistalersteig auf der Rax (Niederösterreich) am 8. März 1896, bei dem 3 bekannte Wiener Bergsteiger (Josef Pfannl, Max Schottik und Fritz Wannieck) verschüttet wurden und erst nach tagelanger Suche tot geborgen werden konnten. Der Unfall erregte solches Aufsehen, dass infolgedessen erkannt wurde, dass nur durch eine gemeinsame Aktion der großen alpinen Vereine eine gemeinsame Bergrettung durchgeführt werden könnte.
Am 11. Mai 1896 kamen die Delegierten des österreichischen Alpenklubs, der Sektion Austria und der akademischen Sektion des DÖAV, des niederösterreichischen Gebirgsvereines und des österreichischen Touristenklubs überein, „… dass in Wien durch die alpinen Corporationen eine Zentralstelle geschaffen werden soll, welche bei vorkommenden alpinen Unglücksfällen einzugreifen hätte …“.
Bei der nachfolgenden vereinsmäßigen Anmeldung wurde der Name „Alpiner Rettungsausschuss Wien“ (ARAW) festgelegt. Dieser gilt als der weltweit erste organisierte Bergrettungsdienst, als Vorbild für gleichartige Organisationen in anderen Städten und als Vorläuferorganisation des heutigen österreichischen Bergrettungsdienstes.
In den nachfolgenden Jahren wurden im Ostalpenraum weitere alpine Rettungsorganisationen gegründet: die alpine Rettungsgesellschaft Innsbruck (1898), der alpine Rettungsausschuss München (1898), der alpine Rettungsausschuss Salzburg (1901) und der alpine Rettungsausschuss Graz (1902). Mit dem Anschluss Österreichs 1938 gingen die Rettungsorganisationen in der Deutschen Bergwacht auf.
1939 wurde der Bergwacht auch der Naturschutz übertragen. Im weiteren Verlauf des Zweiten Weltkrieges wurden die Bergwachtmänner als Hilfspolizisten vereidigt. 1944 wurde die Bergwacht militärischen Stellen unterstellt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wird 1946 der Österreich-Bergrettungsdienst (ÖBRD) gegründet. Die einstigen Rettungsstellen sind in Ortsstellen aufgegangen.
In Vorarlberg ist die Bergrettung vom Land Vorarlberg beauftragt, die Flugrettung zu organisieren und zu betreiben. Für die Beistellung der Fluggeräte und der Piloten wurden entsprechende Verträge mit dem Christophorus Flugrettungsverein (Christophorus
und mit der Fa. Wucher (Gallus 1) abgeschlossen.
Die Bereiche der Landesleitungen decken sich mit den Bundesländergrenzen.
In der Schweiz ist die alpine Rettung Schweiz- eine Stiftung der beiden Rettungspartner Schweizer Alpenklub SAC und Rega- für die Bergrettung zuständig. Die alpine Rettung Schweiz umfasst 98 Rettungsstationen, aufgeteilt in 9 Rettungszonen im Alpenraum und im Jurabogen mit 3000 Bergrettern, die freiwillig und ehrenamtlich in den Rettungsstationen arbeiten.