Januar 26th, 2008

Kletterwände – Simuliertes Bergsteigen unter “Real Life” – Bedingungen

Wer den Dokumentarfilm „am Limit“ über die bergsteigenden Huber-Brüder gesehen hat, wird sich vielleicht darüber gewundert haben, dass die Brüder in ihrem Haus die handelsüblichen Handgriffe zum Bergsteigen benutzen. In einem normalen Dachzimmer, das mit Matratzen ausgelegt ist, üben sie das Bergsteigen an Griffen, die über die Wände verteilt sind. Man darf also getrost davon ausgehen, dass sich Kletterwände und die handelsüblichen Griffe durchaus dazu eignen, um einen Zugang zum Bergsteigen zu finden. Mittlerweile gibt es im gesamten deutschsprachigen Raum in jeder größeren Stadt- wobei die Metropole Hamburg eine unrühmliche Ausnahme bildet- Hallen mit Kletterwänden oder frei stehende Kletterwände, wo sich das Bergsteigen unter realen Bedingungen üben lässt. Webverzeichnisse weisen diesbezüglich den Weg. Normalerweise sind Kletterwände dem natürlichen Fels nachempfunden. Entsprechende Areale in der freien Natur werden dagegen Klettergärten genannt. Grundsätzlich bestehen Kletterwände entweder aus felsähnlich vorgeformten Elementen oder aus Holzplatten, die mit einer sandhaltigen Beschichtung versehen sein können, um die Reibung zu erhöhen. Seltener finden sich auch Kletterwände, die auf Teilen von Gebäuden (z. B. Mauern oder Brückenpfeiler) basieren. Auf der Kletterwand werden mit farblich gekennzeichneten Griffen Kletterrouten unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade gesetzt. Die einzelnen Griffe sind mit der Wand durch Schrauben fest verbunden und lassen sich dadurch regelmäßig zu neuen Routen kombinieren.

 

Simuliertes Bergsteigen unter “Real Life” - Bedingungen

 
In Kletterwänden klettert man entweder frei- das sogenannte Boulder- oder durch ein Seil gesichert. Ziel beim Bouldern ist es, eine bestimmte Grifffolge, die als „Problem“ bezeichnet wird, ohne Sturz zu meistern. Ziel beim freien Klettern ist es, eine vorbezeichnete und in der Regel durch farbliche Griffe markierte Route zu durchsteigen. Die Kletternden sichern sich dabei entweder Top rope, durch ein am oberen Punkt der Wand eingehängtes Seil, oder im Vorstieg. Im Vorstieg nimmt der Kletternde das Sicherungsseil mit und hängt es sukzessiv mit Expresssets in Zwischensicherungen ein.

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